22. Januar 2026 | Ratgeber

Fixkosten einfach erklärt: Definition, typische Beispiele und Zuordnung im digitalen Haushaltsbuch

Fixkosten einfach erklärt: Definition, typische Beispiele und Zuordnung im digitalen Haushaltsbuch

Was sind Fixkosten? Einfache Definition

Fixkosten sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben mit weitgehend gleichbleibender Höhe und festem Fälligkeitsdatum, die Sie jeden Monat oder in festen Abständen einplanen müssen, unabhängig davon, wie viel Sie gerade einkaufen oder ausgehen (zum Beispiel Miete, Stromabschlag, Internetvertrag).

Fixkosten vs. variable Ausgaben: Übersicht mit typischen Beispielen

Für eine klare Planung im digitalen Haushaltsbuch ist es wichtig, Fixkosten von variablen Ausgaben zu trennen. Variable Ausgaben sind Zahlungen, die nicht jeden Monat gleich sind und stark von Ihrem Verhalten abhängen (zum Beispiel Restaurantbesuche oder Kleidung).

Beispiel-Ausgabe Typische Einordnung Zuordnung im digitalen Haushaltsbuch (Kategorie + Rhythmus)
Miete / Wohnung Fixkosten Kategorie: Wohnen – Miete
Rhythmus: monatlich (fester Betrag)
Stromabschlag Fixkosten Kategorie: Wohnen – Energie
Rhythmus: monatlicher Abschlag (Betrag meist stabil)
Heizkostenabschlag Fixkosten Kategorie: Wohnen – Heizung
Rhythmus: monatlicher Abschlag, Jahresabrechnung prüfen
Internet- und Telefonvertrag Fixkosten Kategorie: Kommunikation – Internet/Telefon
Rhythmus: monatlich (Festpreis, ggf. kleine Schwankungen)
Rundfunkbeitrag Fixkosten Kategorie: Wohnen – Abgaben
Rhythmus: alle 1–3 Monate, im Haushaltsbuch auf Monatswert umrechnen
Versicherungen (z. B. Haftpflicht, Hausrat) Fixkosten Kategorie: Versicherungen
Rhythmus: jährlich, halbjährlich oder monatlich – im Haushaltsbuch auf monatlichen Durchschnittswert umrechnen
ÖPNV-Abo / Zeitkarte Fixkosten Kategorie: Mobilität – ÖPNV
Rhythmus: monatliches oder jährliches Abo (ggf. auf Monatswert umrechnen)
Streaming-Abos (Film, Musik, Cloudspeicher) Fixkosten Kategorie: Freizeit – Abos
Rhythmus: meist monatlich, im Haushaltsbuch als wiederkehrend markieren
Mitgliedsbeiträge (Verein, Fitnessstudio) Fixkosten Kategorie: Freizeit – Mitgliedschaften
Rhythmus: monatlich oder jährlich, auf Monatswert umrechnen
Lebensmitteleinkauf im Supermarkt Variable Ausgaben (teilweise Grundbedarf) Kategorie: Lebenshaltung – Lebensmittel
Rhythmus: unregelmäßig, Betrag schwankt (kann als variable Kosten geführt werden)
Restaurantbesuche, Imbiss, Cafés Variable Ausgaben Kategorie: Freizeit – Essen gehen
Rhythmus: unregelmäßig, Höhe je nach Konsum
Kleidung und Schuhe Variable Ausgaben Kategorie: Kleidung
Rhythmus: unregelmäßig, in manchen Monaten gar nicht
Freizeit, Hobbys, Ausflüge Variable Ausgaben Kategorie: Freizeit – Sonstiges
Rhythmus: unregelmäßig, abhängig von Ihrer Planung
Elektronik, Möbel, Haushaltsgeräte Variable Ausgaben Kategorie: Anschaffungen / Haushalt
Rhythmus: seltene, größere Ausgaben (ggf. als einmalige variable Kosten führen)
Taxi, spontane Fahrten, Einzelfahrscheine Variable Ausgaben Kategorie: Mobilität – flexibel
Rhythmus: unregelmäßig, oft situationsbedingt

Merkmale von Fixkosten: Woran Sie sie erkennen

  • Regelmäßigkeit: Die Zahlung kommt in festen Abständen. Zum Beispiel jeden Monat, jedes Quartal oder jedes Jahr.
  • Ähnliche oder gleiche Höhe: Der Betrag ist gleich oder nur leicht verändert. Zum Beispiel bei einem Stromabschlag.
  • Vertragliche Bindung: Oft steckt ein Vertrag dahinter. Zum Beispiel Mietvertrag, Abo, Versicherungsvertrag.
  • Unabhängig vom Tageskonsum: Sie zahlen, auch wenn Sie den Dienst kaum nutzen. Zum Beispiel ein Fitnessstudio-Abo, das Sie gerade nicht besuchen.

Variable Ausgaben erkennen Sie daran, dass Sie diese jeden Monat aktiv neu entscheiden. Sie können sie kurzfristig stärker senken oder erhöhen, ohne Verträge zu kündigen.

Warum die Trennung von Fixkosten und variablen Ausgaben wichtig ist

Wenn Sie Ihre Finanzen planen, ist es hilfreich, zuerst Ihre fixen monatlichen Verpflichtungen zu kennen. Diese Ausgaben müssen Sie zuerst bezahlen, bevor Sie über Geld für Freizeit und Extras entscheiden.

Ein digitales Haushaltsbuch wie MyMicroBalance hilft Ihnen dabei, die Summe Ihrer Fixkosten zu sehen und davon Ihre variablen Ausgaben zu trennen. So erkennen Sie, wie viel Spielraum Sie im Monat wirklich haben.

Fixkosten im digitalen Haushaltsbuch zuordnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Kontoauszüge der letzten 3–6 Monate prüfen

  • Laden Sie Ihre Kontoauszüge der letzten 3–6 Monate herunter oder halten Sie sie in Papierform bereit.
  • Markieren Sie alle Zahlungen, die sich wiederholen. Achten Sie auf:
    • den gleichen Empfängernamen (zum Beispiel Vermieter, Energieversorger, Mobilfunkanbieter),
    • ähnliche oder gleiche Beträge,
    • einen festen Rhythmus (zum Beispiel jeden Monat um den 1. oder immer zum Quartalsanfang).
  • Notieren Sie sich für jede dieser Zahlungen: Empfänger, Betrag, Fälligkeit und Zahlungsrhythmus (monatlich, vierteljährlich, jährlich).

2. Fixkosten-Kategorien im digitalen Haushaltsbuch anlegen

In einem digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance können Sie eigene Kategorien für Fixkosten anlegen.

  • Erstellen Sie eine Hauptkategorie Fixkosten oder einen gleichwertigen Bereich.
  • Legen Sie darunter klare Unterkategorien an, zum Beispiel:
    • Wohnen (Miete, Strom, Heizung, Wasser, Abgaben)
    • Mobilität (ÖPNV-Abo, ggf. weitere regelmäßige Verkehrs-Abos)
    • Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, weitere laufende Versicherungen)
    • Kommunikation (Internet, Telefon, Mobilfunk, Cloud-Dienste)
    • Freizeit-Abos (Streamingdienste, Mitgliedschaften, Fitnessstudio)
  • Ordnen Sie jede wiederkehrende Zahlung aus Schritt 1 einer passenden Unterkategorie zu.

3. Monatliche Planbeträge für Fixkosten hinterlegen

Damit Ihr Haushaltsbuch einen realistischen Überblick bietet, sollten Sie für jede Fixkosten-Kategorie einen monatlichen Planbetrag eingeben.

  • Tragen Sie bei monatlichen Zahlungen den vollen Monatsbetrag ein (zum Beispiel Miete, Internet).
  • Rechnen Sie bei jährlichen oder vierteljährlichen Rechnungen den Betrag auf einen Monat um. Beispiel:
    • Jahresbeitrag Versicherung: 120 Euro → geteilt durch 12 Monate = 10 Euro pro Monat.
    • Beitrag alle 3 Monate: 90 Euro → geteilt durch 3 Monate = 30 Euro pro Monat.
  • Tragen Sie diesen Monatswert als geplanten Fixkosten-Betrag in Ihrem Haushaltsbuch ein.
  • Prüfen Sie, ob alle bekannten Abbuchungen abgedeckt sind, zum Beispiel:
    • Miete und Nebenkosten,
    • Strom- und Heizabschlag,
    • regelmäßige Versicherungen,
    • Kommunikationsverträge,
    • Abos und Mitgliedschaften.

4. Alle übrigen Ausgaben als variable Kosten kennzeichnen

Nachdem Sie Ihre Fixkosten erfasst haben, ordnen Sie die restlichen Ausgaben als variable Kosten (oder flexible Ausgaben) ein.

  • Erstellen Sie im Haushaltsbuch passende Kategorien für variable Kosten, zum Beispiel:
    • Lebenshaltung – Lebensmittel
    • Freizeit – Essen gehen
    • Kleidung
    • Freizeit – Hobbys
    • Anschaffungen / Haushalt
  • Weisen Sie alle nicht regelmäßigen Zahlungen diesen variablen Kategorien zu.
  • Werten Sie am Monatsende getrennt aus:
    • Summe Fixkosten (alle festen Verpflichtungen)
    • Summe variable Kosten (alle flexiblen Ausgaben)
  • So sehen Sie, wie viel Geld nach Abzug der Fixkosten noch für flexible Ausgaben zur Verfügung steht.

Zusammenfassung: Fixkosten als Fundament Ihres Haushaltsplans

Fixkosten sind die Basis Ihrer finanziellen Planung. Sie sind regelmäßig, weitgehend gleich hoch und meist vertraglich gebunden. Wenn Sie im digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance zuerst Ihre Fixkosten vollständig erfassen und in sinnvolle Kategorien mit Monatsbeträgen eintragen, gewinnen Sie einen klaren Überblick:

  • Welche Ausgaben können Sie kurzfristig kaum verändern? (Fixkosten)
  • Wo haben Sie Spielraum, um Ihr Verhalten anzupassen? (variable Kosten)

Mit dieser Trennung wird Ihr Haushaltsbuch zu einem einfachen, aber sehr wirkungsvollen Werkzeug, um Ihre Ausgaben zu verstehen und bewusst zu steuern.

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