04. Februar 2026 | Ratgeber

Frühlingsfahrten im Kostencheck: So viel Geld sparen Sie mit dem Fahrrad statt Auto

Frühlingsfahrten im Kostencheck: So viel Geld sparen Sie mit dem Fahrrad statt Auto

Frühlingsfahrten im Kostencheck: Ihre schnelle Antwort

Wenn Sie Alltagswege bis etwa 10–15 km konsequent vom Auto aufs Fahrrad verlagern, sind je nach Strecke und Häufigkeit realistisch 100–400 € Ersparnis pro Jahr möglich – nur durch andere Verkehrsmittel, ohne weniger zu fahren.

So berechnen wir die Kosten von Auto und Fahrrad

Damit Sie ehrlich vergleichen können, brauchen wir einfache, aber realistische Annahmen. Die Zahlen sind Durchschnittswerte. Ihre Werte können abweichen. Sie dienen als Orientierung.

  • Autokosten pro km: Wir rechnen mit 0,40 € pro km (Treibstoff, Verschleiß, Reparaturen, anteilige Versicherung und Steuer).
  • Fahrradkosten pro km: Wir rechnen mit 0,05 € pro km (Anschaffung über mehrere Jahre + Wartung).
  • Arbeitstage: Für Pendelstrecken rechnen wir mit 20 Fahrttagen pro Monat.
  • Strecke hin und zurück: Die Distanz pro Tag ist immer Hin- und Rückweg zusammen.

Wenn Sie Ihr eigenes Auto nutzen, liegen Ihre echten Kosten pro km oft sogar höher. Mit diesen konservativen Werten bleiben die Ersparnisse eher vorsichtig geschätzt.

Master-Tabelle: Auto vs. Fahrrad – was Sie pro Monat und Jahr sparen

Die Tabelle zeigt typische Alltagsstrecken: kurze Wege im Ort und Pendelstrecken zur Arbeit oder Ausbildung. Sie sehen sofort, wie viel Sie mit dem Fahrrad sparen können.

Distanz pro Tag (hin & zurück) Fahrten pro Monat Gesamt-km pro Monat Autokosten pro km Autokosten pro Monat Autokosten pro Jahr Fahrradkosten pro km Fahrradkosten pro Monat Fahrradkosten pro Jahr Ersparnis pro Monat Ersparnis pro Jahr
3 km (z.B. kurzer Einkaufsweg) 20 60 km 0,40 € 24,00 € 288,00 € 0,05 € 3,00 € 36,00 € 21,00 € 252,00 €
5 km (z.B. Kita, Schule, kurzer Arbeitsweg) 20 100 km 0,40 € 40,00 € 480,00 € 0,05 € 5,00 € 60,00 € 35,00 € 420,00 €
10 km (typischer Pendelweg) 20 200 km 0,40 € 80,00 € 960,00 € 0,05 € 10,00 € 120,00 € 70,00 € 840,00 €
15 km (oberes sinnvolles Fahrrad-Maß) 20 300 km 0,40 € 120,00 € 1.440,00 € 0,05 € 15,00 € 180,00 € 105,00 € 1.260,00 €

Wichtig: Sie müssen nicht alle Fahrten umstellen. Auch wenn Sie nur einen Teil der Strecken aufs Fahrrad verlagern, holen Sie sich einen spürbaren Betrag zurück. Zum Beispiel: Wenn Sie von den 10 km pro Tag nur die Hälfte der Tage radeln, sparen Sie immer noch etwa 35 € pro Monat.

Schritt 1: Erfassen Sie eine typische Woche in Ihrem Haushaltsbuch

Bevor Sie starten, brauchen Sie einen Überblick. So finden Sie leicht Ihre Spar-Strecken.

  • Nutzen Sie Ihr Haushaltsbuch oder eine einfache Liste.
  • Notieren Sie 7 Tage lang alle Wege mit dem Auto unter 15 km (hin und zurück).
  • Schreiben Sie dazu:
    • Start und Ziel (z.B. Zuhause – Supermarkt)
    • geschätzte Strecke hin und zurück (z.B. 4 km)
    • Zweck (Einkauf, Arbeit, Freizeit, Schule usw.)
  • Markieren Sie jede Strecke, die Sie realistisch mit dem Fahrrad schaffen können.
    • Kurzstrecken im Ort sind meist gut machbar.
    • Strecken bis 10–15 km sind für viele Menschen möglich, zumindest an einigen Tagen.

Ihr Vorteil: Sie sehen schwarz auf weiß, wo Ihr Sparpotenzial liegt. Oft sind es viele kleine Wege, die zusammen große Kosten machen.

Schritt 2: Rechnen Sie Ihre persönliche Ersparnis aus

Jetzt rechnen Sie mit Ihren echten Wegen. So sehen Sie, wie viel Geld bei Ihnen drin ist.

  • Summieren Sie alle Kilometer, die Sie pro Jahr realistischerweise mit dem Fahrrad fahren können.
    • Beispiel: 5 km pro Tag, 3 Tage pro Woche, 40 Wochen = 5 × 3 × 40 = 600 km pro Jahr.
  • Multiplizieren Sie diese Jahreskilometer mit einem vorsichtigen Autosatz, z.B. 0,40 € pro km.
    • Beispiel: 600 km × 0,40 € = 240 € Autokosten.
  • Berechnen Sie grob Ihre Fahrradkosten:
    • Wenn Sie schon ein Fahrrad haben und nur etwas Wartung zahlen, können Sie mit etwa 0,05 € pro km rechnen.
    • Beispiel: 600 km × 0,05 € = 30 € Fahrradkosten.
  • Ihre Ersparnis ist die Differenz:
    • Aus dem Beispiel: 240 € – 30 € = 210 € Ersparnis pro Jahr.

Sie können das sofort mit einem Taschenrechner oder in einer einfachen Tabellenkalkulation nachrechnen. So sehen Sie Ihr ganz persönliches Sparziel.

Schritt 3: Starten Sie einen 4‑Wochen-Test mit festen Fahrrad-Tagen

Statt alles auf einmal zu ändern, starten Sie klein, aber verbindlich. So wird Sparen leichter.

  • Wählen Sie 3 feste Tage pro Woche, an denen Sie für bestimmte Wege das Fahrrad nutzen.
    • Beispiel: Montag, Mittwoch, Freitag für den Arbeitsweg.
    • Oder: Dienstag und Donnerstag für Einkäufe und Erledigungen.
  • Tragen Sie diese Tage in Ihren Kalender ein. Behandeln Sie sie wie einen Termin.
  • Halten Sie in Ihrem Haushaltsbuch jede Woche fest:
    • Wann wären Sie sonst mit dem Auto gefahren?
    • Wie viele Kilometer haben Sie mit dem Fahrrad zurückgelegt?
    • Wie viel haben Sie real beim Tanken gespart? (oder wie lange kommen Sie nun mit einem Tank aus?)
  • Notieren Sie die geschätzte Ersparnis pro Woche.
    • Beispiel: Sie schätzen, dass Sie durch Ihre Fahrradfahrten 10 € pro Woche weniger tanken.
    • Nach 4 Wochen sind das schon 40 €.

Ihr Vorteil: Sie sehen schon nach einem Monat einen echten Betrag. Das motiviert, weiterzumachen und vielleicht noch eine Strecke mehr aufs Fahrrad zu verlagern.

Schritt 4: Planen Sie ein kleines Wartungsbudget fürs Fahrrad ein

Damit Sie nicht von einer plötzlichen Rechnung überrascht werden, planen Sie die Kosten für Ihr Fahrrad bewusst ein.

  • Legen Sie sich ein monatliches Wartungsbudget fest, zum Beispiel 5–10 €.
  • Notieren Sie dieses Budget in Ihrem Haushaltsbuch als eigene Kategorie, z.B. „Fahrrad“.
  • Legen Sie das Geld wirklich zurück, zum Beispiel auf ein Unterkonto oder in eine beschriftete Geldbox.
  • Nutzen Sie das Budget für:
    • Kleine Reparaturen (z.B. Schlauch, Bremsbeläge).
    • Jährliche Inspektion.
    • Einfache Pflege (Öl, Licht, Reflektoren).

Ihr Vorteil: Unerwartete Ausgaben sprengen nicht Ihr Monatsbudget. Sie bleiben handlungsfähig und müssen trotzdem nicht wieder aufs Auto umsteigen.

Schritt 5: Verknüpfen Sie Mobilität mit anderen Sparzielen

Mit dem Fahrrad sparen Sie nicht nur Autokosten. Sie können gleichzeitig bei Freizeit und Gesundheit sparen.

  • Planen Sie kostenfreie Ausflüge mit dem Fahrrad.
    • Beispiele: Fahrt an den See, in den Park, in den Wald.
    • Sie sparen Eintrittsgelder und teure Freizeitangebote.
  • Nutzen Sie das Fahrrad, um Freunde oder Familie zu besuchen, statt mit dem Auto zu fahren.
  • Notieren Sie in Ihrem Haushaltsbuch getrennt:
    • Ersparte Fahrtkosten (kein Auto, kein Ticket).
    • Ersparte Freizeitkosten (kein teures Event, Restaurant oder ähnliches).
  • Geben Sie Ihrer Ersparnis einen Namen.
    • Zum Beispiel: „Fahrrad-Spartopf Urlaub“ oder „Fahrrad-Spartopf Rücklage“.
    • Überweisen Sie am Monatsende bewusst den geschätzten Betrag auf Ihr Sparziel.

Ihr Vorteil: Sie sehen schnell, wofür sich Ihr Verzicht aufs Auto lohnt. Das macht es leichter, dranzubleiben.

So setzen Sie die Tipps heute noch um

  • Heute: Erfassen Sie die Strecken der letzten Tage aus dem Kopf und schätzen Sie die Kilometer.
  • Diese Woche: Führen Sie 7 Tage ein genaues Wege-Protokoll im Haushaltsbuch.
  • Nächste Woche: Legen Sie Ihre 3 festen Fahrrad-Tage fest und starten Sie den 4‑Wochen-Test.
  • Ab sofort: Überweisen oder notieren Sie jede geschätzte Ersparnis, zum Beispiel 5–10 € pro Woche, in Ihren Fahrrad-Spartopf.

Wenn Sie jetzt beginnen, nutzen Sie den Frühling optimal. Sie bewegen sich mehr, gewinnen Freiheit – und holen sich Monat für Monat echte Beträge zurück, die sonst im Auto verschwinden würden.

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