03. Februar 2026 | Ratgeber

Haushaltsbuch Kategorien anlegen: Einnahmen, Fixkosten und flexible Ausgaben einfach strukturieren

Haushaltsbuch Kategorien anlegen: Einnahmen, Fixkosten und flexible Ausgaben einfach strukturieren

Was sind sinnvolle Kategorien im Haushaltsbuch?

Ein Haushaltsbuch ist am zuverlässigsten, wenn Sie jede Geldbewegung in drei klare Bereiche einteilen: Einnahmen, Fixkosten und flexible Ausgaben. So sehen Sie sofort, welcher Teil Ihres Geldes fest verplant ist und wie viel Spielraum Sie für den Alltag und Extras haben.

Strukturierte Kategorisierung: Einnahmen, Fixkosten, flexible Ausgaben

In einem digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance legen Sie zuerst die Hauptgruppen an. Darunter ordnen Sie passende Unterkategorien ein. Die folgende Tabelle zeigt eine sinnvolle Grundstruktur mit typischen Beispielen und einem Vorschlag, wie Sie die Kategorien benennen können.

Hauptgruppe Unterkategorie Typische Beispiele Vorschlag für Bezeichnung im digitalen Haushaltsbuch
Einnahmen
Geld, das hereinkommt
Gehalt Lohn, Gehalt, Bonuszahlungen Einnahmen > Gehalt
Selbstständige Tätigkeit Honorar, Nebenerwerb, freiberufliche Arbeit Einnahmen > Selbstständigkeit
Staatliche Leistungen Kindergeld, Elterngeld, sonstige regelmäßige Zahlungen Einnahmen > Staatliche Leistungen
Mieteinnahmen Mietzahlungen von Vermietung Einnahmen > Mieteinnahmen
Zuschüsse & Sonstiges Unterhalt, Geldgeschenke, Prämien Einnahmen > Sonstige
Rückerstattungen Rückzahlungen von Versicherungen, Steuererstattungen Einnahmen > Rückerstattungen
Fixkosten
Regelmäßige, meist gleichbleibende Ausgaben
Wohnen – Miete / Kreditrate Kaltmiete, Haus- oder Wohnungskredit Fixkosten > Miete / Kreditrate
Wohnen – Nebenkosten Strom, Heizung, Wasser, Hausgeld Fixkosten > Nebenkosten
Versicherungen Haftpflicht, Hausrat, Kfz-Versicherung, weitere Policen Fixkosten > Versicherungen
Kommunikation Handyvertrag, Internet, Festnetz Fixkosten > Kommunikation
Mobilität – Fix Monatsticket, Leasingrate, Kfz-Steuer Fixkosten > Mobilität (fix)
Abos & Mitgliedschaften Mitgliedsbeiträge, Streaming-Abos, Zeitschriften Fixkosten > Abos / Mitgliedschaften
Regelmäßige Kredite Raten für Konsumkredite, Studienkredite Fixkosten > Kreditraten
Sparen & Rücklagen Monatliche Überweisungen auf Spar- oder Rücklagenkonten Fixkosten > Sparrate / Rücklagen
Flexible Ausgaben
Schwankende Ausgaben im Alltag
Lebensmittel Supermarkt, Bäckerei, Drogerie (Grundbedarf) Flexible Ausgaben > Lebensmittel
Essen & Trinken außer Haus Restaurant, Imbiss, Café, Lieferdienst Flexible Ausgaben > Essen gehen
Mobilität – variabel Kraftstoff, Einzelfahrkarten, Parkgebühren, Carsharing Flexible Ausgaben > Mobilität (variabel)
Haushalt & Wohnen Reinigungsmittel, kleine Anschaffungen, Deko Flexible Ausgaben > Haushalt
Hobbys & Freizeit Sport, Vereine, Spiele, Freizeitaktivitäten Flexible Ausgaben > Hobbys / Freizeit
Bekleidung & Schuhe Alltagskleidung, Sportkleidung, Schuhe Flexible Ausgaben > Bekleidung
Gesundheit & Pflege Medikamente, Zuzahlungen, Pflegeprodukte Flexible Ausgaben > Gesundheit / Pflege
Geschenke & Feiern Geburtstage, Feste, kleine Aufmerksamkeiten Flexible Ausgaben > Geschenke / Feiern
Bildung & Beruf Bücher, Kurse, Arbeitsmittel Flexible Ausgaben > Bildung / Beruf
Sonstiges Ungeplante Ausgaben, die sonst nicht passen Flexible Ausgaben > Sonstiges

Schritt 1: Drei Hauptgruppen im Haushaltsbuch anlegen

Legen Sie in Ihrem digitalen Haushaltsbuch oder in MyMicroBalance zuerst die drei Hauptgruppen an:

  • Einnahmen – alles, was Sie erhalten
  • Fixkosten – regelmäßige Zahlungen, meist in ähnlicher Höhe
  • Flexible Ausgaben – Ausgaben, die von Monat zu Monat schwanken

Nutzen Sie möglichst klare, kurze Namen. So finden Sie die passenden Kategorien auf dem Smartphone schnell wieder.

Schritt 2: 5–10 Unterkategorien pro Hauptgruppe auswählen

Wählen Sie aus der Tabelle zu jeder Hauptgruppe 5 bis 10 Unterkategorien aus, die zu Ihrer Situation passen. Wenige, gut gewählte Kategorien sind am Anfang besser als eine sehr lange Liste.

  • Starten Sie bei den Einnahmen mit Gehalt, staatlichen Leistungen und eventuell selbstständiger Tätigkeit.
  • Erfassen Sie bei den Fixkosten auf jeden Fall Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Versicherungen, Kommunikation und wichtige Abos.
  • Wählen Sie bei den flexiblen Ausgaben mindestens Lebensmittel, Mobilität (variabel), Hobbys / Freizeit und Bekleidung.

Sie können die Namen der Kategorien leicht anpassen, damit sie zu Ihrem Alltag passen. Wichtig ist, dass Sie selbst sofort verstehen, was hinein gehört.

Schritt 3: Neue Buchungen konsequent zuordnen

Damit Ihr Haushaltsbuch aussagekräftig wird, ordnen Sie jede neue Buchung sofort zu:

  • Prüfen Sie bei jeder Ausgabe und Einnahme: Gehört sie zu Einnahmen, Fixkosten oder flexiblen Ausgaben?
  • Wählen Sie dann die passende Unterkategorie aus Ihrer Liste.
  • Wenn Sie unsicher sind, legen Sie direkt eine besser passende Unterkategorie an (zum Beispiel „Flexible Ausgaben > Haustiere“).
  • Vermeiden Sie zu viele Buchungen in „Sonstiges“. Sonst verlieren Sie die Übersicht.

In einer App wie MyMicroBalance können Sie häufig wiederkehrende Buchungen speichern. So geht die Zuordnung später noch schneller.

Schritt 4: Am Monatsende nach Kategorien auswerten

Am Monatsende kommt der wichtigste Schritt: die Auswertung. Filtern oder sortieren Sie Ihre Einträge nach Kategorien.

  • Schauen Sie zuerst auf die Fixkosten: Wie hoch sind diese Beträge zusammen? Das ist Ihr fester monatlicher Mindestbedarf.
  • Betrachten Sie dann die flexiblen Ausgaben: In welchen Bereichen schwankt der Betrag stark von Monat zu Monat?
  • Vergleichen Sie mehrere Monate hintereinander, wenn Sie bereits Daten haben.
  • Markieren Sie Kategorien, die Sie zukünftig besser im Blick behalten möchten, zum Beispiel „Essen gehen“ oder „Hobbys“.

So erkennen Sie, ob Ihre aktuelle Aufteilung zu Ihnen passt oder ob Sie weitere Unterkategorien brauchen, um genauere Aussagen zu treffen.

Praktische Hinweise für eine stabile Kategorien-Struktur

  • Weniger ist mehr: Starten Sie mit wenigen Kategorien und erweitern Sie nur bei Bedarf.
  • Einmal festlegen, dann beibehalten: Ändern Sie Namen und Struktur nicht jeden Monat. Das erleichtert den Vergleich.
  • Trennen Sie Fixkosten und flexible Ausgaben klar: Eine Ausgabe ist eine Fixkosten-Kategorie, wenn sie regelmäßig und planbar anfällt.
  • Nutzen Sie Notizen: Wenn eine Buchung schwer einzuordnen ist, fügen Sie eine kurze Notiz hinzu. So verstehen Sie sie später besser.
  • Monatlich überprüfen: Gehen Sie einmal pro Monat Ihre Kategorien durch und prüfen Sie, ob etwas doppelt ist oder fehlt.

Fazit: Klare Kategorien machen Ihr Haushaltsbuch aussagekräftig

Mit der Einteilung in Einnahmen, Fixkosten und flexible Ausgaben schaffen Sie eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Struktur. Sie sehen, wie viel Geld sicher jeden Monat gebunden ist und wo Sie Ihren Alltag flexibel gestalten. Wenn Sie Ihre Kategorien konsequent nutzen und regelmäßig auswerten, wird Ihr Haushaltsbuch – ob in MyMicroBalance oder einem anderen digitalen Tool – zu einer verlässlichen Grundlage für Ihre weiteren Finanzentscheidungen.

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