27. Januar 2026 | Ratgeber

Haushaltsbuch starten in 10 Minuten: Vom ersten Eintrag zur einfachen Monatsauswertung

Haushaltsbuch starten in 10 Minuten: Vom ersten Eintrag zur einfachen Monatsauswertung

Was ist ein digitales Haushaltsbuch?

Ein digitales Haushaltsbuch ist eine einfache Übersicht über alle Einnahmen und Ausgaben in einer App oder Tabelle. Jede Buchung bekommt ein Datum, einen Betrag und eine Kategorie (zum Beispiel Wohnen oder Lebensmittel). So sehen Sie am Monatsende genau, wofür Ihr Geld verwendet wurde und wie viel Ihnen übrig bleibt.

Beispiel: Ein kompletter Muster-Monat im Haushaltsbuch

Die folgende Tabelle zeigt einen einfachen Beispiel-Monat. Sie sehen typische Spalten für ein Haushaltsbuch und darunter eine Auswertung nach Kategorien.

Datum Kategorie Beschreibung Zahlungskonto Betrag (EUR) Notiz
01.05. Einnahme Gehalt Girokonto +2.000,00 fix, monatlich
02.05. Wohnen Miete Girokonto -800,00 wiederkehrend
03.05. Mobilität Monatskarte Bus/Bahn Girokonto -80,00 wiederkehrend
04.05. Lebensmittel Supermarkt-Einkauf Kreditkarte -65,30 Wocheneinkauf
07.05. Freizeit Kinoabend Kreditkarte -24,00 mit Freunden
10.05. Sonstiges Geschenk Geburtstag Girokonto -30,00 Familie
12.05. Lebensmittel Bäckerei und Drogerie Bar -22,40 kleine Einkäufe
15.05. Freizeit Streaming-Abo Girokonto -9,99 wiederkehrend
22.05. Mobilität Tanken Kreditkarte -55,00 Auto
28.05. Lebensmittel Supermarkt-Einkauf Kreditkarte -71,80 Wocheneinkauf
Monatsauswertung nach Kategorien (Beispiel)
Einnahmen gesamt +2.000,00 EUR
Wohnen (fixe Ausgabe) -800,00 EUR
Mobilität (teilweise fix) -135,00 EUR (80,00 Ticket + 55,00 Tanken)
Lebensmittel (flexible Ausgabe) -159,50 EUR
Freizeit (flexible Ausgabe) -33,99 EUR
Sonstiges (flexible Ausgabe) -30,00 EUR
Überschuss / Restbetrag +840,51 EUR
Einfaches Monatsfazit (Beispiel) Lebensmittel im Rahmen, Freizeit eher niedrig. Restbetrag könnte zu einem Sparziel zugeordnet werden.

Schritt 1: Start-Setup in 10 Minuten – Grundlagen festlegen

Bevor Sie mit den ersten Einträgen beginnen, legen Sie die Struktur fest. Das dauert nur wenige Minuten und macht Ihr Haushaltsbuch übersichtlich.

Wichtige Begriffe

  • Kategorie: Eine Gruppe für ähnliche Ausgaben oder Einnahmen, zum Beispiel Wohnen, Mobilität oder Freizeit.
  • Fixe Ausgaben: Regelmäßige Zahlungen in ähnlicher Höhe, zum Beispiel Miete oder Versicherungen.
  • Flexible Ausgaben: Schwankende Ausgaben, zum Beispiel Restaurantbesuche oder Kleidung.

1.1 Einnahmequellen definieren

  • Notieren Sie Ihre wichtigsten Einnahmen, zum Beispiel Gehalt, Nebenjob oder Unterhalt.
  • Erstellen Sie dafür 1–2 Kategorien, zum Beispiel „Einnahme“ und „Sonstige Einnahmen“.

1.2 Hauptausgabengruppen festlegen

  • Starten Sie mit wenigen, klaren Kategorien:
  • Wohnen (zum Beispiel Miete, Strom, Heizung)
  • Mobilität (zum Beispiel Bus, Bahn, Tanken)
  • Lebensmittel (Supermarkt, Bäckerei, Drogerie-Grundbedarf)
  • Freizeit (Ausgehen, Hobbys, Medienabos)
  • Sonstiges (alles, was sonst nicht passt)

In einer App wie MyMicroBalance legen Sie diese Kategorien einmalig an. In einer Tabellenkalkulation schreiben Sie die Kategorien später in die Spalte „Kategorie“.

1.3 Zahlungskonten festlegen

  • Bestimmen Sie, welche Zahlungskonten Sie nutzen. Ein Zahlungskonto ist die Quelle des Geldes, zum Beispiel Girokonto, Kreditkarte oder Bargeld.
  • Notieren Sie 2–3 Hauptkonten, die Sie regelmäßig verwenden.

Schritt 2: Ausgaben erfassen – täglich oder wöchentlich

Der wichtigste Teil beim Haushaltsbuch ist das regelmäßige Eintragen. Ziel: Jede Ausgabe und jede Einnahme bekommt einen Eintrag.

2.1 Welche Daten jede Buchung braucht

  • Datum: Wann wurde gezahlt?
  • Kategorie: Wofür wurde gezahlt?
  • Beschreibung: Kurzer Text, damit Sie es später wiedererkennen (zum Beispiel „Supermarkt Einkauf“).
  • Zahlungskonto: Zum Beispiel „Girokonto“, „Kreditkarte“, „Bar“.
  • Betrag: Mit Vorzeichen: Plus für Einnahmen, Minus für Ausgaben.
  • Notiz (optional): Zusatzinfo, zum Beispiel „wiederkehrend“ oder „Ausnahme“.

2.2 Tägliche oder wöchentliche Routine

  • Wählen Sie einen festen Rhythmus: täglich 3 Minuten oder einmal pro Woche 10 Minuten.
  • Nutzen Sie Kontoauszüge, Kassenbons oder App-Benachrichtigungen als Gedächtnisstütze.
  • Tragen Sie direkt nach dem Einkauf oder spätestens am Abend alles ein.

2.3 Wiederkehrende Zahlungen markieren

  • Wiederkehrende Zahlungen sind regelmäßige Abbuchungen, zum Beispiel Miete oder Monatskarte.
  • Markieren Sie diese in der Notiz mit „wiederkehrend“.
  • In MyMicroBalance können Sie solche Zahlungen als Serienbuchung anlegen. Dann werden sie automatisch im gewünschten Rhythmus eingetragen.

Schritt 3: Monatsauswertung – fixe und flexible Ausgaben verstehen

Am Monatsende ziehen Sie eine einfache Bilanz. Sie müssen dazu keine komplizierten Finanzkenntnisse haben. Es reicht, wenn Sie Summen vergleichen.

3.1 Kategorien summieren

  • Zählen Sie alle Einnahmen des Monats zusammen.
  • Zählen Sie alle Ausgaben pro Kategorie zusammen, zum Beispiel alle Lebensmittel-Beträge.
  • In einer App wie MyMicroBalance sehen Sie diese Summen in der Auswertung automatisch.
  • In einer Tabelle können Sie dafür einfache Summenfunktionen nutzen.

3.2 Fixe vs. flexible Ausgaben grob gegenüberstellen

  • Markieren Sie für sich, welche Ausgaben eher fix sind (zum Beispiel Miete, Monatskarte, Versicherungen).
  • Alle anderen sind in der Regel flexibel (zum Beispiel Freizeit, Restaurant, viele Einkäufe).
  • Frage für sich: Wie viel von meinem Geld geht automatisch weg? Wie viel kann ich beeinflussen?

3.3 Abweichungen vom eigenen Plan erkennen

  • Überlegen Sie grob: Was wäre für Sie „normal“ oder „gewünscht“ in einer Kategorie? Zum Beispiel: „Lebensmittel 250–300 EUR“.
  • Vergleichen Sie Ihre echte Summe mit Ihrer Wunsch-Spanne.
  • Markieren Sie Kategorien, bei denen Sie deutlich über Ihrer Wunsch-Spanne liegen.
  • Genau diese Kategorien sind Ihre Stellschrauben für den nächsten Monat.

Schritt 4: Haushaltsbuch verbessern – Kategorien schärfen und Budgetgrenzen setzen

Nach dem ersten oder zweiten Monat sehen Sie Muster. Jetzt machen Sie Ihr Haushaltsbuch genauer, aber nicht komplizierter.

4.1 Kategorien schärfen

  • Wenn eine Kategorie sehr groß ist, können Sie sie aufteilen.
  • Beispiel Freizeit: Teilen Sie in „Ausgehen“ und „Abos“.
  • Beispiel Sonstiges: Wenn dort viel landet, überlegen Sie neue sinnvolle Kategorien, zum Beispiel „Geschenke“.
  • Ziel: Jede größere Ausgabe-Gruppe soll einen eigenen Namen bekommen.

4.2 Einfache Budgetgrenzen pro Hauptkategorie

  • Budget bedeutet: Ein geplanter Höchstbetrag für eine Kategorie im Monat.
  • Starten Sie mit 3–4 Hauptkategorien, zum Beispiel Lebensmittel, Mobilität, Freizeit, Sonstiges.
  • Leiten Sie Ihr Budget aus Ihren bisherigen Durchschnittswerten ab. Zum Beispiel: „Lebensmittel im letzten Monat 280 EUR → Budget für nächsten Monat 270 EUR“.
  • Notieren Sie das Budget sichtbar, zum Beispiel oben in der Tabelle oder im Notizbereich Ihrer App.

4.3 Rückblick nach ein paar Monaten

  • Schauen Sie nach 2–3 Monaten auf die Entwicklung.
  • Fragen Sie sich: Welche Kategorie läuft stabil? Wo schwankt es stark?
  • Passen Sie bei Bedarf die Budgets an. Ziel ist ein realistischer Plan, der zu Ihrem Alltag passt.

Praktische Checkliste: Haushaltsbuch in 10 Minuten starten

  • 1. App wie MyMicroBalance oder eine einfache Tabelle öffnen.
  • 2. Spalten anlegen: Datum, Kategorie, Beschreibung, Zahlungskonto, Betrag, Notiz.
  • 3. Einnahme-Kategorien und 4–5 Ausgabenkategorien festlegen.
  • 4. Ihre wichtigsten Zahlungskonten notieren (Girokonto, Kreditkarte, Bar).
  • 5. Die Buchungen der letzten 3–5 Tage erfassen.
  • 6. Wiederkehrende Zahlungen als „wiederkehrend“ kennzeichnen.
  • 7. Einen festen Eintrage-Rhythmus wählen (täglich oder wöchentlich).
  • 8. Am Monatsende Summen pro Kategorie bilden und kurzes Fazit schreiben.

Fazit: Haushaltsbuch als einfache Entscheidungsgrundlage

Ein digitales Haushaltsbuch zeigt Ihnen, wohin Ihr Geld jeden Monat fließt. Mit wenigen Kategorien, einer klaren Tabelle und einer kurzen Monatsauswertung haben Sie eine solide Grundlage für bessere Entscheidungen im Alltag. Sie müssen keine Finanzexpertin oder kein Finanzexperte sein. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Einträge regelmäßig pflegen und sich einmal im Monat kurz Zeit für den Überblick nehmen.

Jetzt das Haushaltsbuch MyMicroBalance für Windows, Android oder iOS herunterladen