09. November 2025 | Ratgeber

Herbst-Eintopf-Bilanz: Wie viel Geld sparst du, wenn du Suppen & Eintöpfe vorkochst und einfrierst

Herbst-Eintopf-Bilanz: Wie viel Geld sparst du, wenn du Suppen & Eintöpfe vorkochst und einfrierst

Kurzfassung

Batch-Cooking von Herbstsuppen und Eintöpfen kann in vielen Haushalten spürbar Geld sparen. Unsere Modellrechnung mit fiktiven, aber plausiblen Durchschnittswerten zeigt: Bei einmal wöchentlichem Vorkochen kannst du in einem Herbstzeitraum von 12 Wochen konservativ rund ca. 90 bis 225 Euro sparen, je nach Haushaltsgröße und wie viele Convenience-Mahlzeiten ersetzt werden.

Methodik und Annahmen

Wir rechnen mit einem typischen Herbstzeitraum von 12 Wochen (September bis November) und folgenden, realistischen Annahmen:

  • Einmal pro Woche wird ein Eintopf/Suppe gekocht und in 6 Portionen aufgeteilt.
  • Pro-portion-Kosten beim Vorkochen (inkl. Zutaten, anteilige Energie, Verpackung) werden für die Haushalte unterschiedlich angesetzt: Single 1,20 Euro, Paar 1,10 Euro, Familie 0,90 Euro.
  • Alternativkosten (ohne Vorkochen) sind Convenience-Mahlzeiten, Kantinenessen oder Takeaway: Single/Paar 4,50 Euro pro Portion, Familie 4,00 Euro pro Portion.
  • Ersatzumfang pro Woche (angenommen, wie viele fertige Mahlzeiten ersetzt werden): Single 3 Portionen, Paar 4 Portionen, Familie 6 Portionen.
  • Diese Zahlen sind fiktiv, aber praxisnah; spätere Sensitivitätsrechnungen zeigen, wie sich Preisänderungen auswirken.

Modellrechnung: Kosten und Einsparungen über den Herbst (12 Wochen)

HaushaltPortionen ersetzt / WocheKosten ohne vorkochen / WocheKosten mit Vorkochen / WocheErsparnis / WocheErsparnis über 12 Wochen
Single (Studierende/r) 3 3 x 4,50 = 13,50 € 3 x 1,20 = 3,60 € 9,90 € 118,80 €
Paar 4 4 x 4,50 = 18,00 € 4 x 1,10 = 4,40 € 13,60 € 163,20 €
Familie (2 Erw. + Kinder) 6 6 x 4,00 = 24,00 € 6 x 0,90 = 5,40 € 18,60 € 223,20 €

Diese Rechnung zeigt Einsparungen im Bereich von etwa 120 bis 225 Euro für die drei Beispielhaushalte. Werden weniger Portionen ersetzt, verringern sich die Einsparungen entsprechend; werden mehr ersetzt, steigen sie.

Mini-Rechenbeispiel (Single) Schritt für Schritt

Du bist Single und ersetzt 3 Fertigmahlzeiten pro Woche. Rechnung:

  • Ohne Vorkochen: 3 x 4,50 Euro = 13,50 Euro pro Woche
  • Mit Vorkochen: 3 x 1,20 Euro = 3,60 Euro pro Woche
  • Erspart: 9,90 Euro pro Woche → 9,90 x 12 = 118,80 Euro in 12 Wochen

Energie- und Lagerkosten: wie relevant sind sie?

Beim Großkochen fällt anteilig Energie an, zudem entstehen geringe Kosten fürs Einfrieren und Verpacken. Typische Bandbreiten:

  • Energie pro Charge (Stromherd): rund 0,5 bis 1,5 kWh, also etwa 0,20 bis 0,60 Euro bei aktuellen Strompreisen. Bei Gasherd sind die reinen Kosten oft niedriger.
  • Zusätzlicher Gefrieranteil pro Portion: meist nur ein paar Cent (z. B. 0,02–0,08 Euro) – weil der Gefrierschrank ohnehin läuft.

In unseren Pro-portion-Kosten oben sind diese Energie- und Lagerkosten bereits pauschal berücksichtigt. Insgesamt sind sie im Vergleich zu eingesparten Convenience-Kosten meist klein.

Sensitivitätsanalyse: Was passiert bei steigenden Preisen?

Preisschocks können Einsparungen verringern. Als konservative Annahme nehmen wir an, dass deutlich steigende Lebensmittel- und Energiepreise die Vorteile des Vorkochens schmälern. Rechnen wir mit einer Reduktion der Einsparungen um rund 25% (konservative Schätzung), ergibt sich:

HaushaltErsparnis (Basis)Ersparnis (konservativ, -25%)
Single 118,80 € ~89,10 €
Paar 163,20 € ~122,40 €
Familie 223,20 € ~167,40 €

Fazit: Selbst bei ungünstigen Preisentwicklungen bleiben spürbare Einsparungen möglich — in vielen Fällen immer noch >80 Euro über den Herbst.

4-5 konkrete saisonale Spartipps und Handlungsideen

  • Einmal pro Woche vorkochen: Koche einen großen Topf und teile ihn in portionsgerechte Behälter. So sinkt der Pro-Kopf-Preis deutlich.
  • Nutze günstiges Herbstgemuese und Hülsenfrüchte: Kürbis, Karotten, Steckrüben, Zwiebeln, Linsen und Bohnen sind sättigend, nährstoffreich und günstig im Herbst.
  • FIFO und portionsgerechte Planung: Beschrifte Behälter mit Datum, drehe Vorräte nach dem FIFO-Prinzip und plane 6–8 Portionen pro Charge, um Gefrierplatz effizient zu nutzen.
  • Energieeffizient zubereiten: Topf mit Deckel nutzen, Restwärme verwenden, und bei langen Garzeiten Slowcooker vs. Herd vergleichen. Kalkuliere deinen Break-even bezüglich Zeitaufwand.
  • Kooperation für mehr Abwechslung: Tauscht Einfriergläschen mit Mitbewohnern oder Studierenden — so hast du weniger Aufwand und mehr Vielfalt.

Konkrete Umsetzungsschritte - 7-Punkte-Plan

  1. Plane am Wochenende: Wähle ein Rezept mit saisonalen Zutaten (z. B. Kürbis-Linsen-Eintopf).
  2. Schreibe eine Einkaufsliste für 6–8 Portionen und kaufe im Wochenmarkt oder Discounter gezielt günstiges Gemüse.
  3. Kochen: Große Charge, mit Deckel, Restwärme nutzen. Portionsweise abkühlen und in Gefrierbehältern verteilen.
  4. Beschriften: Inhalt, Portionenanzahl und Einfrierdatum auf jedes Glas/Behälter schreiben.
  5. Vorratsmanagement: Neue Portionen hinten einlagern (FIFO) und einmal wöchentlich nach Beständen schauen.
  6. Recycling und Teilen: Verpackungen wiederverwenden, Gläser tauschen, Mitbewohner einbeziehen.
  7. Kontrolle im Haushaltsbuch: Trage Einkaufskosten und eingesparte Convenience-Kosten ein, um die Einsparungen sichtbar zu machen.

Praktische Rezeptideen für den Start

  • Kürbis-Linsen-Eintopf (sättigend, günstig, gut zum Einfrieren)
  • Wurzelgemuese-Suppe mit Kartoffeln und weißen Bohnen
  • Rote-Bete-Eintopf mit Linsen und dunklem Brot als Beilage
  • Kohl- und Steckrueben-Eintopf mit Räuchertofu oder Bohnen

Abschließende Empfehlungen

Vorkochen und Einfrieren ist eine einfache, alltagstaugliche Maßnahme, die Haushaltsbudgets in Herbstmonaten deutlich entlasten kann. Die konkreten Einsparungen hängen davon ab, wie viele Fertigmahlzeiten du tatsächlich ersetzt. Halte deine Ausgaben im digitalen Haushaltsbuch fest, damit du genau siehst, wie sich das Vorkochen auf dein Budget auswirkt.

Kurzantwort: Ja, du kannst in den Herbstmonaten spürbar sparen — realistisch sind bei einmal wöchentlichem Vorkochen und dem Ersetzen einiger Fertigmahlzeiten Einsparungen zwischen rund 60 und 240 Euro, meist jedoch im Bereich von ca. 90 bis 225 Euro, je nach Haushalt.

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