05. November 2025 | Ratgeber

Laubbudget im Herbst: DIY‑Laubpflege vs. Dienstleister — Was Haushalte, Familien & Studierende wirklich sparen

Laubbudget im Herbst: DIY‑Laubpflege vs. Dienstleister — Was Haushalte, Familien & Studierende wirklich sparen

Warum dieser Vergleich wichtig ist

Laubentsorgung ist ein typischer Saisonposten im Haushaltsbudget: Werkzeug, Entsorgung, Strom oder Benzin, aber vor allem Arbeitszeit fallen an. In diesem Artikel vergleichen wir zwei Wege: DIY‑Laubpflege versus bezahlter Dienstleister. Du bekommst konkrete Zahlenbeispiele, typische Fallen im Herbst und praktische Spartipps — abgestimmt auf Privathaushalte, Familien und Studierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kurzfassung: Wann sich was lohnt

  • Erste Saison: Für sehr kleine Flächen ist ein einmaliger Profi‑Auftrag oft günstiger als die Neuanschaffung von Motorgeräten.
  • Ab der zweiten Saison: Rechnet sich DIY meist — vorausgesetzt du nutzt Geräte öfter oder amortisierst Anschaffungskosten über mehrere Jahre.
  • Beste Sparvarianten: Mieten statt kaufen, Nachbarschaftsbündel, Kompostierung und Studentendienstleistungen.

Annahmen und Methodik

Damit die Beispiele vergleichbar bleiben, arbeiten wir mit plausiblen Durchschnittswerten (Preise gerundet): Kauf eines akkubetriebenen Laubbläsers inkl. Rasenrechen und Plane: 230 Euro. Gerätemiete: 25 Euro/Tag. Profi‑Stundensatz (Deutschland, Mittelwert): 40 Euro/Stunde (in Österreich leicht höher, in der Schweiz deutlich höher). Studentische Hilfe: 12–18 Euro/Stunde. Wir betrachten drei typische Garten‑Größen und rechnen pro Saison mit 3 Einsätzen (trockenere Herbstphasen): klein 100 m2, mittel 300 m2, groß 800 m2.

Tabelle: Vergleich (erste Saison vs. Folgejahre)

FallDIY erste Saison (Anschaffung + laufend)DIY Folgejahr (jährlich, amortisiert)Profi (einmalig pro Saison)Miete + DIY (pro Saison)Studentenhilfe (pro Saison)
Klein (100 m2, 3 Einsätze, Gesamtzeit ≈ 3 h) ~266 Euro (230 Anschaffung + Nebenkosten) ~62 Euro/Jahr (Anschaffung über 5 Jahre: 46 € + kleines Material) ~135 Euro (3 h × 40 € + Anfahrt) ~75 Euro (3 Tage Miete × 25 €) ~50–60 Euro (3 h × 15 €)
Mittel (300 m2, 3 Einsätze, Gesamtzeit ≈ 7.5 h) ~285 Euro (230 Anschaffung + Nebenkosten) ~80–90 Euro/Jahr (amortisiert) ~320 Euro (7.5 h × 40 € + Anfahrt) ~100–125 Euro (3 Tage Miete / bei Bedarf 2 Personen) ~110–140 Euro (7.5 h × 12–18 €)
Groß (800 m2, 3 Einsätze, Gesamtzeit ≈ 18 h) ~336 Euro (230 Anschaffung + mehr Nebenkosten) ~100–120 Euro/Jahr (amortisiert) ~750 Euro (18 h × 40 € + Anfahrt) ~150–200 Euro (Miete + ggf. zweiter Tag) ~220–320 Euro (18 h × 12–18 €)

Hinweis: Dies sind Beispielrechnungen mit gerundeten Werten zur Orientierung. Lokale Profi‑Stundensätze und Entsorgungsgebühren können abweichen. In der Schweiz sind die Stundensätze typischerweise höher (kalkuliere grob +25–50 Prozent).

Was in diesen Zahlen steckt (Kostenfaktoren)

  • Anschaffung: Laubbläser, Rechen, Abdeckplane. Einfache Ausstattung reicht oft.
  • Miete: Für 1–3 Einsätze deutlich günstiger als Kauf.
  • Laufende Kosten: Strom/Batterieaufladung, Benzin bei Geräten, Wartung, ggf. Entsorgungsgebühren.
  • Zeitkosten: Arbeitszeit ist ein Faktor: Rechne realistisch (z. B. 1–3 Stunden pro Einsatz). Wer seine Zeit hoch bewertet, rechnet Dienstleister attraktiver.
  • Risiko & Komfort: Profi erledigt es schneller, sauberer und ohne Gerätekauf — dafür ist der Preis höher.

Saisonale Fallen und Probleme — worauf du achten solltest

  • Nasslaub: Nasses Laub klebt, ist schwerer zu entfernen und setzt Geräte stärker unter Stress. Am besten an einem trockenen Vormittag räumen.
  • Drainagen & Ablaufrohre: Laubhaufen können Rinnsale und Regenrinnen verstopfen. Kontrolliere Abflüsse nach starkem Laubfall.
  • Laubhaufen als Schimmel‑ und Marderfalle: Große, feuchte Haufen bieten Unterschlupf. Regelmäßig umsetzen oder kompostieren.
  • Lärmbestimmungen: In Wohngebieten gelten Ruhezeiten und manchmal Einschränkungen für benzinbetriebene Geräte.

Saisonale Spartipps und Handlungsideen

  • 1) Leihen statt kaufen: Miete Laubbläser oder Laubsauger stunden‑ oder tageweise. Für 1–3 Einsätze im Herbst ist Mieten oft am günstigsten.
  • 2) Nachbarschaftsbündel: Mehrere Haushalte buchen zusammen — der Profi ist meist günstiger pro Haushalt, wenn mehrere Vorgärten am Stück gemacht werden.
  • 3) Wert statt Entsorgung: Kompostiere Laub oder nutze es als Mulch/Winterschutz. Du sparst Dünger- und Winterschutzkosten.
  • 4) Zeitstrategie: Räum nach trockenen Phasen, arbeite in Etappen bei Nasslaub und vermeide kurzfristige Notaufträge, die teuer sind.
  • 5) Tausch‑/Service‑Modelle für Studierende: Biete z. B. kleinen Lohn (10–15 Euro/h) oder Wohngutschriften gegen Laubarbeit an. Für Studierende ist das eine flexible Nebenverdienstmöglichkeit.

Praktische Entscheidungshilfe: Checkliste vor der Wahl

  • Wie groß ist die Fläche? (Klein <150 m2, Mittel 150–500 m2, Groß >500 m2)
  • Wie viele Einsätze erwartest du? (1–3, häufigere Nachräumarbeiten erhöhen DIY‑Aufwand)
  • Kannst du Geräte leihen oder mit Nachbarn teilen?
  • Wie hoch bewertest du deine Zeit? Ist dir Komfort den Aufpreis wert?
  • Gibt es örtliche Entsorgungsgebühren oder spezielle Vorschriften?

Fallbeispiele kurz erklärt

Familie Müller, kleines Haus (100 m2): In der ersten Saison war der Profi günstiger (135 €) als Kauf (266 €). Ab dem zweiten Jahr spart die Familie mit DIY (ca. 62 €/Jahr). Tipp: Ein Jahr mieten oder Studentendienst kann die günstigste Übergangslösung sein.

Gina & Tom, Reihenhaus (300 m2): Der Kauf amortisiert sich schnell, weil sie den Laubbläser auch für andere Gartenarbeiten nutzen. Sie sparen vor allem, indem sie Laub kompostieren und so Dünger sparen.

Hof mit großem Garten (800 m2): Hier ist DIY definitiv günstiger langfristig; Profi‑Aufträge sind sehr teuer. Sinnvoll: Anschaffung teilen (Nachbarn, Familie) oder Maschinen mieten für die Spitzenzeiten.

Konkrete Spartaktiken — schnell umsetzbar

  • Plane einen gemeinsamen Einsatz in der Nachbarschaft und buche eine halbe Tagespauschale beim Dienstleister.
  • Stelle einen einfachen Kompostplatz auf: Laub rein, Luftzufuhr schaffen, im Frühjahr nutzt du nährstoffreichen Kompost.
  • Vermeide hektisches Aufräumen nach Regen — nass gesammeltes Laub kostet mehr Zeit und manchmal Entsorgung.
  • Für Studierende: Inserat in der Uni‑Community aufgeben mit klarer Stundenlohnangabe oder Tauschangebot (z. B. 10 € pro Stunde oder zwei Stunden Arbeit gegen einen kleinen Mietnachlass).

Fazit

Kurz: Es gibt keine Einheitslösung. Für sehr kleine Flächen ohne Wiederverwendung von Geräten ist ein Profi in der ersten Saison oft günstiger. Für mittlere und größere Flächen oder wenn du Geräte länger nutzt, rechnet sich DIY schnell — vor allem mit Mietoptionen, Nachbarschaftsmodellen oder studentischen Helfern. Die größte Einsparung entsteht, wenn du Laub als Ressource behandelst (Kompost, Mulch) statt es teuer zu entsorgen.

Wenn du dein Haushaltsbuch führst, lege einen eigenen Posten Garten/Laub an und probiere für ein Jahr die Variante mieten/Student. Danach kannst du auf Basis realer Ausgaben entscheiden, ob Kauf oder Profi langfristig günstiger ist.

Wenn du willst: Kleine Rechenhilfe

Notiere folgende Werte in deinem Haushaltsbuch: geschätzte Stunden pro Saison, wie viele Jahre du ein Gerät nutzen willst, Mietpreis pro Tag, Stundenlohn für Profi/Student. So kannst du schnell feststellen, welche Variante in deiner konkreten Situation am sparsamsten ist.

Viel Erfolg beim Laubmanagement — und eine entspannte Herbstsaison!

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