Ein Monatsbudget im digitalen Haushaltsbuch ist ein geplanter Überblick, wie Sie Ihr erwartetes Nettoeinkommen eines Monats vorab auf verschiedene Ausgabengruppen verteilen, zum Beispiel Wohnen, Lebenshaltung, Mobilität und Freizeit, mit einer klaren Euro-Grenze für jede Gruppe, bevor Sie das Geld ausgeben.
Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel-Budget für ein monatliches Nettoeinkommen von 2.000 €. Sie sehen für jede Ausgabengruppe typische Unterkategorien, das geplante Budget und ein Feld für die späteren Ist-Ausgaben. So können Sie die Logik leicht auf Ihr eigenes digitales Haushaltsbuch, zum Beispiel in MyMicroBalance, übertragen.
| Ausgabengruppe | Typische Unterkategorien | Geplantes Budget pro Monat (€) | Ist-Ausgaben am Monatsende (€) |
|---|---|---|---|
| Wohnen | Miete, Nebenkosten, Strom, Internet | 800 | |
| Lebenshaltung (Alltag) | Lebensmittel, Drogerie, Haushaltsmittel | 350 | |
| Mobilität | ÖPNV-Ticket, Tanken, Fahrrad, Wartung | 150 | |
| Gesundheit | Medikamente, Zuzahlungen, Brille, Fitnessstudio | 80 | |
| Freizeit & Shopping | Restaurant, Kino, Hobbys, Kleidung, Elektronik | 250 | |
| Rücklagen & Vorsorge | Notgroschen, größere Anschaffungen, Reparaturen | 250 | |
| Sonstiges | Geschenke, Gebühren, unerwartete Kleinausgaben | 120 | |
| Summe | 2.000 |
Bevor Sie ein Monatsbudget planen, brauchen Sie Ihren Ausgangswert. Das sind Ihre gesamten monatlichen Einnahmen. Dazu gehören zum Beispiel:
Tragen Sie diese Einnahmen in Ihrem digitalen Haushaltsbuch ein. In MyMicroBalance können Sie dafür ein eigenes Einnahmen-Konto oder eine Kategorie verwenden. Addieren Sie alle Einnahmen. Dieser Betrag ist Ihr Budgetrahmen. Ihr Monatsbudget darf diese Summe nicht überschreiten.
Im nächsten Schritt strukturieren Sie Ihre Ausgaben. Ziel ist, alle Buchungen im Monat einer klaren Gruppe zuordnen zu können.
Legen Sie im digitalen Haushaltsbuch zuerst einige Haupt-Ausgabengruppen an, zum Beispiel:
Unter jeder Hauptgruppe können Sie Unterkategorien anlegen. So sehen Sie später genauer, wohin Ihr Geld fließt. Beispiel: Unter „Lebenshaltung“ können Sie „Supermarkt“ und „Drogerie“ trennen.
In MyMicroBalance können Sie diese Struktur als Kategorienbaum einrichten. Wählen Sie dabei kurze, klare Namen. So finden Sie Ihre Kategorien später schnell wieder.
Jetzt teilen Sie Ihr Nettoeinkommen auf die Ausgabengruppen auf. Orientieren Sie sich dabei an Ihren bisherigen Ausgaben und an Ihren persönlichen Zielen.
Gehen Sie dabei strukturiert vor:
Kontrollieren Sie zum Schluss die Summe:
In MyMicroBalance können Sie für jede Ausgabengruppe ein Monatslimit oder eine Budgetvorgabe hinterlegen. Nutzen Sie dafür die Budget- oder Auswertungsfunktionen des Tools. Tragen Sie dort die Beträge aus der Beispiel-Tabelle oder Ihre eigenen angepassten Werte ein.
Damit Ihr Monatsbudget wirklich hilft, müssen Sie Ihre tatsächlichen Ausgaben im Blick behalten. Das funktioniert in drei einfachen Schritten:
Am Monatsende machen Sie einen Plan-Ist-Vergleich. Das bedeutet: Sie vergleichen Ihr geplantes Budget mit den tatsächlichen Ausgaben.
Typische Beobachtungen können sein:
Auf Basis dieser Informationen können Sie Ihr Monatsbudget für den nächsten Monat anpassen. So wird Ihr Budget mit der Zeit realistischer und besser auf Ihre Lebenssituation abgestimmt.
Nutzen Sie die Beispiel-Tabelle als Vorlage und passen Sie die Werte an Ihre Situation an:
Wenn Sie so vorgehen, wird Ihr digitales Haushaltsbuch zu einem echten Steuerungswerkzeug. Sie wissen nicht nur, wohin Ihr Geld gegangen ist, sondern auch, wie Sie es im nächsten Monat bewusst einplanen.