30. Januar 2026 | Ratgeber

Was ist die 50/30/20-Regel? Einfache Erklärung mit Euro-Beispielen für Ihr Budget

Was ist die 50/30/20-Regel? Einfache Erklärung mit Euro-Beispielen für Ihr Budget

Was ist die 50/30/20-Regel?

Die 50/30/20-Regel ist eine einfache Budgetmethode. Sie teilt Ihr monatliches Nettoeinkommen (Gehalt nach Steuern und Abzügen) in drei Teile: 50 % für notwendige Ausgaben, 30 % für Wünsche und 20 % für finanzielle Ziele wie Rücklagen oder Schuldentilgung.

So funktioniert die 50/30/20-Regel in der Praxis

Die Regel hilft Ihnen, einen Überblick über Ihre Ausgaben zu bekommen. Sie ordnen jede Ausgabe genau einer der drei Hauptgruppen zu:

  • 50 % – Notwendige Ausgaben: Alles, was Sie wirklich brauchen, um Ihren Alltag zu sichern. Zum Beispiel Miete, Grundnahrung, Strom, Heizung, Nahverkehr, Basis-Versicherungen.
  • 30 % – Wünsche: Dinge, die schön sind, aber nicht lebensnotwendig. Zum Beispiel Restaurantbesuche, Streaming-Abos, Shopping, Hobbys, Freizeit.
  • 20 % – Finanzielle Ziele: Geld, das Ihre Zukunft verbessert. Zum Beispiel Notgroschen, Rücklagen für Reparaturen, größere Anschaffungen oder die Rückzahlung von Schulden.

Beispielrechnung: 50/30/20-Regel mit verschiedenen Nettoeinkommen

In der folgenden Tabelle sehen Sie, wie sich drei unterschiedliche Nettoeinkommen nach der 50/30/20-Regel aufteilen können. Die Beträge sind gerundet und dienen nur als Beispiel.

Nettoeinkommen pro Monat 50 % – Notwendige Ausgaben
(Betrag & typische Posten)
30 % – Wünsche
(Betrag & typische Posten)
20 % – Finanzielle Ziele
(Betrag & typische Posten)
1.800 € 900 €
z. B.: Miete, Nebenkosten, Strom, Basis-Lebensmittel, Monatsticket ÖPNV
540 €
z. B.: Restaurant, Streaming, Kleidung, kleines Hobby-Budget
360 €
z. B.: Rücklagen für Notfälle, Rückzahlung kleiner Ratenkredite
2.500 € 1.250 €
z. B.: Miete, Heizung, Strom, Internet, Handy, Grundnahrung, Kita-Beitrag
750 €
z. B.: Freizeit, Kurztrips, Vereinsbeiträge, Fitnessstudio, Shopping
500 €
z. B.: Notgroschen aufbauen, Rücklagen für Auto oder Renovierung
3.200 € 1.600 €
z. B.: Miete oder Kreditrate fürs Wohnen, Versicherungen, Mobilität, Lebensmittel
960 €
z. B.: Urlaub, Restaurant, Hobbys, Elektronik, Veranstaltungen
640 €
z. B.: Notfallreserve ausbauen, größere geplante Anschaffungen, Schuldentilgung

Wann ist die 50/30/20-Regel sinnvoll – und wann nicht?

Die 50/30/20-Regel ist besonders hilfreich, wenn Sie:

  • zum ersten Mal ein Haushaltsbuch führen,
  • eine einfache Orientierung für Ihr Budget möchten,
  • schnell sehen wollen, ob Ihre Fixkosten zu hoch sind.

Sie ist weniger passend, wenn Ihre Situation sehr angespannt ist. Zum Beispiel, wenn Sie hohe Schulden oder sehr geringe Einkommen haben. Dann können 20 % für finanzielle Ziele schwer erreichbar sein. Die Regel ist kein Zwang, sondern eine Orientierung. Sie dürfen die Werte an Ihre Lebenssituation anpassen.

Schritt-für-Schritt: 50/30/20-Regel mit einer Haushaltsbuch-App umsetzen

Mit einer Haushaltsbuch-App wie MyMicroBalance können Sie die Regel systematisch nutzen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

Schritt 1: Monatliches Nettoeinkommen berechnen und hinterlegen

  • Addieren Sie alle regelmäßigen Nettoeinkommen pro Monat. Zum Beispiel Gehalt, regelmäßige Unterhaltszahlungen oder Renten.
  • Nutzen Sie den Durchschnitt, wenn das Einkommen schwankt. Zum Beispiel Mittelwert aus den letzten 3 bis 6 Monaten.
  • Tragen Sie diesen Betrag einmalig in MyMicroBalance als Referenzwert für Ihr Monatsbudget ein (z. B. als Notiz oder Budgetziel).

Schritt 2: Drei Hauptkategorien anlegen

Richten Sie in Ihrer Haushaltsbuch-App drei klare Hauptkategorien ein:

  • Notwendige Ausgaben (50 %)
  • Wünsche (30 %)
  • Finanzielle Ziele (20 %)

Unter diesen Hauptkategorien können Sie Unterkategorien anlegen. Zum Beispiel:

  • Unter „Notwendige Ausgaben“: Miete, Lebensmittel, Strom, Nahverkehr.
  • Unter „Wünsche“: Restaurant, Freizeit, Shopping, digitale Abos.
  • Unter „Finanzielle Ziele“: Notgroschen, Rücklagen für Auto, Rückzahlung von Schulden.

Schritt 3: Jede Ausgabe einer Kategorie zuordnen

  • Gehen Sie Ihre bestehenden Ausgaben der letzten Wochen oder Monate durch.
  • Ordnen Sie jeden Posten genau einer der drei Hauptkategorien zu.
  • Seien Sie dabei konsequent: Eine Ausgabe gehört immer nur in eine Kategorie.
  • Tragen Sie neue Ausgaben künftig direkt beim Bezahlen in MyMicroBalance ein und wählen Sie die passende Kategorie.

Schritt 4: Am Monatsende auswerten und nachsteuern

Nutzen Sie die Auswertungsansicht Ihrer Haushaltsbuch-App, um die Verteilung zu prüfen.

  • Vergleichen Sie: Wie viel Prozent Ihres Geldes gingen auf „Notwendige Ausgaben“, „Wünsche“ und „Finanzielle Ziele“?
  • Prüfen Sie, wie nah Sie an den Richtwerten 50 %, 30 % und 20 % liegen.
  • Fragen Sie sich zum Beispiel:
    • Liege ich deutlich über 50 % bei notwendigen Ausgaben? Dann sind Miete oder laufende Verträge vielleicht sehr hoch.
    • Geht mehr als 30 % in Wünsche? Dann kann ich im nächsten Monat gezielt bei Freizeit oder Shopping kürzen.
    • Ist der Anteil für finanzielle Ziele unter 20 %? Dann kann ich versuchen, die Sparrate Schritt für Schritt zu erhöhen.
  • Setzen Sie sich für den nächsten Monat konkrete, kleine Anpassungen. Zum Beispiel: ein Abo kündigen oder ein fixes Sparziel hinterlegen.

Tipps, um die 50/30/20-Regel langfristig zu nutzen

  • Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme über 1–2 Monate, bevor Sie streng nach Prozenten gehen.
  • Passen Sie die Prozentsätze an, wenn Ihre Lebenslage es verlangt. Zum Beispiel 60/20/20 oder 55/25/20.
  • Nutzen Sie Erinnerungen in MyMicroBalance, um regelmäßig Ihre Auswertungen zu prüfen.
  • Sehen Sie die Regel als Kompass. Sie zeigt die Richtung, aber Sie entscheiden, wie schnell Sie gehen.

Fazit: Die 50/30/20-Regel als einfacher Einstieg ins Budget

Die 50/30/20-Regel bietet Ihnen einen klaren Rahmen für Ihr Monatsbudget. 50 % für notwendige Ausgaben, 30 % für Wünsche und 20 % für finanzielle Ziele. Mit einer strukturierten Haushaltsbuch-App wie MyMicroBalance können Sie diese einfache Formel in Ihren Alltag bringen und Schritt für Schritt mehr Kontrolle über Ihr Geld gewinnen.

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