24. Februar 2026 | Ratgeber

Was ist ein persönlicher Budgetplan? Einfache Definition mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihr digitales Haushaltsbuch

Was ist ein persönlicher Budgetplan? Einfache Definition mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihr digitales Haushaltsbuch

Was ist ein persönlicher Budgetplan?

Ein persönlicher Budgetplan ist eine geplante Aufteilung Ihrer monatlichen Einnahmen auf feste Ausgabenkategorien, damit Sie jederzeit sehen, wie viel Geld Ihnen pro Monat für jede Kategorie zur Verfügung steht und Abweichungen früh erkennen.

Grundbegriffe: Diese Bausteine braucht jeder Budgetplan

Damit ein Budgetplan verständlich und nutzbar ist, sollten einige Grundbegriffe klar sein.

  • Einnahmen: Alles Geld, das Sie im Monat bekommen. Zum Beispiel Lohn, Rente oder andere regelmäßige Zahlungen. Wichtig ist meist das Netto-Einkommen. Das ist der Betrag nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.
  • Budget: Ein Budget ist ein geplanter Geldbetrag für einen bestimmten Zweck oder eine Kategorie. Sie legen vorher fest: So viel will ich maximal ausgeben.
  • Kategorie: Eine Kategorie ist ein Ausgabentyp. Zum Beispiel „Wohnen“, „Lebensmittel“ oder „Freizeit“. Jede Ausgabe wird einer Kategorie zugeordnet.
  • Rücklage: Eine Rücklage ist Geld, das Sie bewusst zur Seite legen. Sie geben es nicht sofort aus. Es ist eine Reserve für spätere Ausgaben. Zum Beispiel für Reparaturen, Urlaub oder Notfälle.

Ihr persönlicher Budgetplan verbindet diese Begriffe: Sie nehmen Ihre Einnahmen, teilen sie in Budgets auf, ordnen diese Budgets den Kategorien zu und bilden darin auch Rücklagen.

Typische Budget-Kategorien mit einfachen Richtwerten

Jeder Haushalt ist anders. Trotzdem helfen typische Kategorien und grobe Richtwerte, um zu starten. Im Folgenden sehen Sie Beispiele. Es sind nur Orientierungen, keine Regeln.

  • Wohnen (Miete, Kreditrate, Nebenkosten): häufig etwa 25–40 % des Netto-Einkommens.
  • Lebensmittel & Haushalt (Einkauf, Drogerie, Putzmittel): oft etwa 10–20 %.
  • Mobilität (ÖPNV, Auto, Tanken, Fahrrad, Versicherung): etwa 5–15 %.
  • Gesundheit (Medikamente, Zuzahlungen, Brille, Vorsorge): etwa 3–8 %.
  • Kommunikation & Medien (Internet, Handy, Streaming, Zeitung): etwa 3–8 %.
  • Freizeit & Hobbys (Ausgehen, Sport, Vereine, Abos): etwa 5–15 %.
  • Kleidung & Schuhe: oft 2–7 % (oft nicht jeden Monat gleich, eher als Durchschnitt übers Jahr).
  • Rücklagen & Sparanteil (Reserve, Rücklage für größere Ausgaben): so viel wie möglich, zum Beispiel 5–20 % oder fester Euro-Betrag.
  • Sonderausgaben (Geschenke, Reparaturen, einmalige Rechnungen): flexibler Anteil, meist aus Rücklagen.

Statt Prozenten können Sie auch direkt mit Euro-Beträgen arbeiten. Beispiel: Bei 2.000 Euro Netto-Einkommen planen Sie 700 Euro für Wohnen, 300 Euro für Lebensmittel, 200 Euro für Mobilität und so weiter. Wichtig ist, dass alle Beträge zusammen höchstens Ihre Einnahmen ergeben.

Beispiel: Geplantes Budget vs. tatsächliche Ausgaben in einem Monat

Die folgende Tabelle zeigt einen einfachen Muster-Monat mit geplantem Budget und tatsächlichen Ausgaben. So sehen Sie, wie sich ein persönlicher Budgetplan und die Kontrolle im Haushaltsbuch verbinden.

Kategorie Geplantes Budget (Euro) Tatsächliche Ausgaben (Euro) Differenz (Euro) Kommentar
Wohnen 700 700 0 Fixkosten wie Miete, im Plan geblieben.
Lebensmittel & Haushalt 300 340 -40 Mehrere größere Einkäufe, Budget leicht überschritten.
Mobilität 200 180 +20 Weniger Fahrten, kleiner Puffer entstanden.
Gesundheit 80 50 +30 Geplante Arzttermine verschoben, Geld bleibt übrig.
Freizeit & Hobbys 200 260 -60 Spontaner Konzertbesuch, deutliche Überschreitung.
Rücklagen & Sparanteil 300 260 -40 Wegen hoher Freizeit-Ausgaben weniger zurückgelegt.

In diesem Beispiel sehen Sie: Die Summe der geplanten Budgets passt zum Einkommen. Abweichungen werden sichtbar. Das ist der Kernnutzen eines Budgetplans im digitalen Haushaltsbuch: Sie erkennen, wo Sie nachsteuern möchten.

Vom ersten Budgetplan zur laufenden Kontrolle im digitalen Haushaltsbuch

Ein persönlicher Budgetplan wirkt vor allem dann, wenn Sie ihn mit einem digitalen Haushaltsbuch verbinden. Zum Beispiel mit MyMicroBalance. So haben Sie Planung und Wirklichkeit an einem Ort.

Schritt 1: Monatliche Netto-Einnahmen erfassen

  • Ermitteln Sie Ihr Netto-Einkommen pro Monat. Das ist der Betrag, der am Ende tatsächlich auf Ihrem Konto ankommt.
  • Gibt es mehrere Einnahmen (z. B. Gehalt und Nebenjob), zählen Sie alle zusammen.
  • Legen Sie in Ihrem digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance eine oder mehrere Einnahmebuchungen an und markieren Sie diese als regelmäßige Einnahmen, wenn sie jeden Monat ähnlich sind.
  • Merken Sie sich die Summe. Sie ist Ihre Obergrenze für alle Budget-Beträge in diesem Monat.

Schritt 2: Hauptkategorien als Budget-Töpfe mit Beträgen anlegen

  • Wählen Sie 5–8 Hauptkategorien, zum Beispiel:
    • Wohnen
    • Lebensmittel & Haushalt
    • Mobilität
    • Gesundheit
    • Kommunikation & Medien
    • Freizeit & Hobbys
    • Rücklagen & Sparanteil
  • Legen Sie diese Kategorien im Haushaltsbuch als Budget-Töpfe an. In MyMicroBalance können Sie zu jeder Kategorie einen geplanten Monatsbetrag hinterlegen.
  • Nutzen Sie dafür die oben genannten Richtwerte oder Ihre eigenen Erfahrungen. Beispiel: Bei 2.000 Euro Netto-Einkommen könnten Sie für Wohnen 700 Euro, für Lebensmittel 300 Euro, für Mobilität 200 Euro usw. planen.
  • Prüfen Sie zum Schluss: Die Summe aller geplanten Budgets darf Ihr Netto-Einkommen nicht übersteigen.

Schritt 3: Alle Ausgaben konsequent einer Kategorie zuordnen

  • Tragen Sie jede Ausgabe zeitnah in Ihr digitales Haushaltsbuch ein. Je näher am Zeitpunkt der Zahlung, desto genauer wird Ihr Überblick.
  • Ordnen Sie jede Ausgabe einer passenden Kategorie zu. Zum Beispiel:
    • Supermarkt-Einkauf → Lebensmittel & Haushalt
    • Fahrkarte, Tanken → Mobilität
    • Miete, Nebenkosten → Wohnen
    • Kino, Restaurant → Freizeit & Hobbys
  • Nutzen Sie in MyMicroBalance die Auswertungen nach Kategorien. So sehen Sie jederzeit, wie viel von Ihrem geplanten Budget pro Kategorie schon verbraucht ist.
  • Kontrollieren Sie zum Beispiel einmal pro Woche: Wie steht jede Kategorie im Vergleich zu ihrem Budget?

Schritt 4: Am Monatsende Abweichungen markieren und Budget anpassen

  • Am Monatsende ziehen Sie Bilanz: Vergleichen Sie für jede Kategorie das geplante Budget mit den tatsächlichen Ausgaben. Die Struktur entspricht der Beispiel-Tabelle oben.
  • Markieren Sie Kategorien mit deutlichen Überschreitungen (Minus-Differenz) und mit größeren Restbeträgen (Plus-Differenz).
  • Überlegen Sie bei jeder auffälligen Abweichung:
    • War die Überschreitung einmalig (z. B. ein besonderes Ereignis)?
    • Oder geben Sie in dieser Kategorie regelmäßig mehr aus als geplant?
    • Können Sie in anderen Kategorien realistisch kürzen, um diese Mehr-Ausgaben auszugleichen?
  • Passen Sie anschließend die Budget-Beträge für den nächsten Monat an. In MyMicroBalance können Sie die Planwerte je Kategorie aktualisieren. So wird Ihr persönlicher Budgetplan von Monat zu Monat genauer.

Woran Sie einen guten persönlichen Budgetplan erkennen

Ein guter Budgetplan ist nicht perfekt, sondern lebendig. Er passt sich Ihrem Leben an. Typische Merkmale:

  • Er ist verständlich: wenige, klare Kategorien statt zu vieler Details.
  • Er ist realistisch: Budgets orientieren sich an Ihren echten Ausgaben, nicht nur an Wunschwerten.
  • Er ist vollständig: Alle wichtigen Lebensbereiche sind abgedeckt, inklusive Rücklagen.
  • Er ist kontrollierbar: Sie gleichen ihn regelmäßig mit den tatsächlichen Ausgaben ab, zum Beispiel monatlich in MyMicroBalance.

So wird Ihr persönlicher Budgetplan Schritt für Schritt zum verlässlichen Werkzeug für Ihren Alltag. Er zeigt Ihnen nicht nur, wohin Ihr Geld fließt, sondern hilft Ihnen, Ihre Mittel gezielt zu steuern und finanzielle Engpässe früh zu erkennen.

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