Zero-Based Budgeting bedeutet, dass Sie Ihr gesamtes monatliches Netto-Einkommen komplett auf verschiedene Kategorien verteilen, sodass am Ende der Planung rechnerisch 0 € übrig bleiben – nicht, weil Sie nichts sparen, sondern weil auch Rücklagen und Sparziele wie eigene Ausgabenkategorien behandelt werden.
In der klassischen Budgetplanung setzen viele Menschen nur grobe Limits. Sie planen zum Beispiel Miete, Lebensmittel und Freizeit. Der Rest bleibt als „Puffer“ auf dem Konto. Beim Zero-Based Budgeting bekommt jeder Euro eine genaue Aufgabe. Auch für unregelmäßige Ausgaben, wie Versicherungen oder Urlaub, legen Sie feste Beträge zurück.
| Methode | Ausgangspunkt | Kategorien im Überblick | Beispiel-Verteilung bei 2.000 € Netto | Typische Vorteile | Typische Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|
| Klassische Budgetplanung | Ein Teil des Einkommens wird geplant (z. B. Fixkosten und etwas Freizeit). Ein Restbetrag bleibt unzugeordnet auf dem Konto. | Meist nur grobe Bereiche: – Fixkosten (Miete, Strom, Internet) – Lebenshaltung (Essen, Mobilität) – Freizeit / Sonstiges Rücklagen und Sparziele werden oft nicht einzeln geführt. | Beispiel bei 2.000 € Netto: – 800 € Miete und Nebenkosten – 300 € Lebensmittel – 150 € Mobilität (ÖPNV, Tanken) – 150 € Freizeit / Sonstiges – 600 € ohne genaue Zuordnung (Puffer, spontanes Ausgeben) => Nicht das ganze Einkommen ist konkret verplant. | – Einfacher Einstieg, wenig Aufwand – Spontane Ausgaben jederzeit möglich – Fühlt sich flexibel an | – Unklar, wohin der „Rest“ tatsächlich fließt – Rücklagen für Jahreskosten werden leicht vergessen – Sparziele werden oft nicht konsequent erreicht |
| Zero-Based Budgeting | Das gesamte Netto-Einkommen (100 %) wird vor Monatsbeginn auf Kategorien verteilt. Einkommen minus Summe aller Kategorien = 0 € (rechnerisch). | Detaillierte Aufteilung, zum Beispiel: – Fixkosten (Miete, Strom, Internet) – Variable Kosten (Essen, Mobilität, Freizeit) – Rücklagen (unregelmäßige Ausgaben wie Versicherungen, Reparaturen, Urlaub) – Sparziele (z. B. Notgroschen, größere Anschaffungen) | Beispiel bei 2.000 € Netto: – 800 € Miete und Nebenkosten – 300 € Lebensmittel – 150 € Mobilität – 150 € Freizeit – 150 € Rücklage Jahresversicherungen – 100 € Rücklage Auto-/Wohnungsreparaturen – 150 € Rücklage Urlaub – 200 € Sparziel Notgroschen – 100 € Sparziel größere Anschaffung Summe aller Kategorien = 2.000 € Einkommen (2.000 €) – Planung (2.000 €) = 0 € (rechnerisch). | – Volle Kontrolle über jeden Euro – Rücklagen sind fest eingeplant – Sparziele werden als „Pflicht“ im Budget behandelt – Besseres Verständnis der eigenen Geldgewohnheiten | – Etwas mehr Planungsaufwand – Disziplin nötig, um die Grenzen einzuhalten – Am Anfang ungewohnt, weil der „freie Restbetrag“ verschwindet |
Beim Zero-Based Budgeting bedeutet die 0 nicht, dass Sie kein Geld mehr haben. Sie bedeutet nur: Ihr gesamtes Einkommen ist auf sinnvolle Zwecke verteilt. Auch Geld für spätere Ausgaben und für den Vermögensaufbau bekommt eine eigene Kategorie. Der Kontostand kann positiv sein, aber Ihr Plan weist jedem Euro bereits eine Aufgabe zu.
Mit einem digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance lässt sich Zero-Based Budgeting gut umsetzen. Halten Sie den Prozess möglichst einfach und wiederholbar.
Legen Sie nun alle Kategorien fest, auf die Sie Ihr Einkommen verteilen möchten.
In MyMicroBalance können Sie diese Bereiche als Kategorien oder virtuelle Töpfe anlegen. Virtuelle Töpfe bedeuten: Das Geld bleibt auf Ihrem Konto, wird in der Planung aber gedanklich aufgeteilt.
Wichtig: Sie dürfen die Beträge verändern, bis sie für Sie realistisch sind. Zero-Based Budgeting ist kein starres System, sondern ein Plan, den Sie aktiv gestalten.
Damit Zero-Based Budgeting wirkt, reicht es nicht, nur zu planen. Sie sollten Ihre tatsächlichen Ausgaben ebenfalls eintragen.
Zero-Based Budgeting eignet sich besonders, wenn Sie:
Die klassische Budgetplanung ist einfach und schnell. Sie bietet aber weniger Kontrolle und lässt oft Fragen offen, zum Beispiel: Reicht mein Geld für Jahreskosten und Notfälle?
Zero-Based Budgeting ist genauer. Sie sehen, wohin jeder Euro fließen soll. Damit steigt die Transparenz, aber auch der Planungsaufwand. Mit einem digitalen Haushaltsbuch wie MyMicroBalance lässt sich dieser Mehraufwand stark reduzieren, weil viele Schritte wiederkehrend sind und sich Monat für Monat anpassen lassen.
Sie können auch schrittweise wechseln: Starten Sie mit einigen zusätzlichen Kategorien für Rücklagen und Sparziele und entwickeln Sie Ihr System nach und nach zu einem vollständigen Zero-Based Budget.